Albanien - Entstehung der Albanienhilfe Weilheim e.V.

Im Jahr 1991 begann in Albanien eine große Hungersnot. In einer nicht vorstellbaren Flüchtlingswelle kamen im Mai 1992 viele Albaner über die Adria nach Italien. Völlig abgemagert hingen die Menschen wie Trauben an den alten, verrosteten Schiffen. Es war ein Wunder, dass keines dieser Schiffe kenterte. Fernsehberichte darüber waren der Grund, die Fritz Sommer veranlasste, im Herbst 1992 eine Reise nach Albanien zu unternehmen. Was er dort an Not und Elend gesehen und erlebt hatte, ließ Ihm keine Ruhe mehr. Zusammen mit Freunden aus der Kolpingfamilie Weilheim gründete er den Arbeitskreis Albanienhilfe Weilheim.
Neben der allgemeinen, furchtbaren Notsituation in ganz Albanien fiel allen,die mit Hilfstransporten ins Land kamen, sofort das Elend der vielen verlassenen und zerlumpten Kinder auf. Viele Eltern hatten sich in die Nachbarländer abgesetzt und die vielen Kinder einfach ihrem Schicksal überlassen. Einige dieser Kinder leben noch heute in den zahllosen Ein-oder Zweimann-Bunkern, die zur Enver Hoxha Zeit überall im Land errichtet worden waren. Andere lebten in alten Eisenbahnwaggons oder in Elendsquartieren oder sogarauf der Straße. Abgemagert bis auf die Knochen, waren sie bettelnd als Straßenkinder unterwegs, auf der Suche nach etwas Essbaren. Diese Situation ließ keine andere Entscheidung zu, als sofort mit einem Nothilfeprogramm zu beginnen.
So begann als erste Hilfsmaßnahme die Einrichtung von Suppenküchen. Seither wurden 80 Hilfstransporte organisiert, zum Teil mit mehreren Lkws. Es wurden so dringend benötigte Nahrungsmittel für unsere Suppenküchen geliefert. In Tirana und Elbasan wurden die Stationen der Mutter Theresa-Schwestern mit Babynahrung versorgt. In einem Heim für behinderte Kinder in Berat waren dringend Matratzen, Bettdecken und Lebensmittel notwendig.
Seit dieser Zeit sind unentwegt viele Hilfstransporte durchgeführt worden und viele soziale Einrichtungen, wie zum Beispiel ein Kindergarten und Mädchenheim in Albanien entstanden.

“Das was wir tun müssen hat keine Zeit und muss sofort getan werden, denn was danach getan werden muss, wartet schon.“

Leitthema des verstorbenen Gründers der
Albanienhilfe Weilheim e.V.
Fritz Sommer

Wir sind überzeugt, dass Investoren nach Albanien kommen werden und Standorte mit gut ausgebildeten jungen Menschen ihre Standortwahl beeinflussen.

Den ersten Schritt in diese Richtung hat eine medizin-technische Firma aus Weilheim gewagt. Mit Unterstützung der Albanienhilfe Weilheim, aber in erster Linie mit dem professionellen Know how dieses Industrieunternehmens war es möglich, die Firma Albatec in Elbasan zu gründen. Mit Betriebsgründung sind zahlreiche Arbeitsplätze, viele für Frauen, neu geschaffen worden. Eine Investition mit humanitärem Charakter, wird langfristig auch einen ökonomischen Nutzen herbeiführen, die Grundlage zur Selbsthilfe. Für das Schwellenland Albanien,das näher an die Bundesrepublik grenzt wie Griechenland, sind motivierte ausländische Unternehmen der einzige Weg für wirtschaftlichen Aufschwung.

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