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Über Albanien
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Amtssprache: Albanisch
Hauptstadt: Tirana
Staatsform: Parlamentarische Republik
Fläche: 28.748 km³
Einwohnerzahl: 3.563.112
Währung: Albanischer Lek
Hinter dem relativ jungen Albanien liegen sehr bewegte und schicksalsreiche
Jahrhunderte.
In folgender Ausführung soll die Geschichte des kleinen
Mittelmeerlandes umrisshaft dargestellt werden.
Die Türken erobern 1501 alle albanisch bewohnten Gebiete. Während der über
4 Jh. andauernden ottomanischen Herrschaft emigrieren viele Albaner
in andere Mittelmeerstaaten. Selbst heute wird in einigen italienischen
Dörfern noch Albanisch gesprochen. Der Großteil jedoch arrangiert sich
mit der türkischen Besatzung, wobei etwa 2/3 aller Albaner zum Islam
übertreten, da sie so Vorteile von der türkischen Besatzung zu erwarten
haben.
Um 1880 Aufflammen des albanischen Nationalismus in der albanischen
Nationalbewegung Rilindja.
1887 wird in der südalbanischen Stadt Korca die erste Schule mit Albanisch als Unterichtssprache gegründet.
Das offizielle albanische Alphabet mit lateinischen Buchstaben, dass
sich gegen die arabische Schrift durchgesetzt hat, wird 1908 anerkannt.
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1908 beginnen im Kosovo albanische Aufstände gegen die Türken, welche
den Albanern folglich Autonomie zugestehen. Im ersten Weltkrieg, in der Zeit von 1914 - 1918, wird Albanien von Österreich, italien, Griechenland; Serbien und Montenegro besetzt.
Nach einer Periode politischer Instabilität gelangt Ahmed Zogu an die
Macht, der Albanien zur Monarchie erklärt, und sich selbst zum König
Zog ernennt. Während seiner Regierungszeit setzt die Modernisierung
Albaniens mit italienischer Hilfe ein. Dadurch steigt der finanzielle und militärische Einfluss Italiens auf den
Balkanstaat an, bis Italien schließlich das Land erobert und den König ins
Exil schickt.
1941 schaffen die Italiener ein Groß-Albanien, das alle albanisch bewohnten
mit einbezieht, so auch den Kosovo, West-Mazedonien und Teile Nord-
Griechenlands. Gründung der kommunistischen Partei.
Nachdem die deutschen Besatzungstruppen 1946 Albanien verlassen haben,
wird eine kommunistische Regierung unter der Führung von Enver Hoxha,
einem überzeugten Stalinisten, eingesetzt. Der Diktator proklamiert 1946
die Volksrepublik Albanien mit den Grenzen von 1912. Ein großer Teil
des albanischen Siedlungsgebietes geht an Jugoslawien verloren, kleine
Gebiete im Süden gehen an Griechenland.
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1957 wurde die erste Universität in Tirana gegründet.
Über 2000 Kirchen und Moscheen werden im ersten atheistischen Staat
der Welt geschlossen. Jegliche Religionsausübung wird verboten. Es gibt
Schätzungen, wonach unter Hoxha etwa 700.000 Albaner ins Gefängnis
Kamen oder hingerichtet wurden. 1985 stirbt Enver Hoxha , sein Nachfolger ist Ramiz Alia. Das serbische Parlament beschließt 1989 die Aufhebung der Autonomie des
Kosovo.
Einen Monat vor den ersten freien Wahlen in der Geschichte
des Landes, überschlagen sich die Ereignisse. Am 20.02.1991 stürzen
aufgebrachte Demonstranten in Tirana die 6m hohe Hoxha-Statue vom Sockel.
Zur selben Zeit versuchen tausende Albaner, illegal in den Westen zu
Gelangen. In Albanien selber herrscht praktisch Anarchie. Bei den Wahlen
ist die kommunistische Partei erfolgreich.
1999: Der Krieg im Kosovo eskaliert. Die NATO bombardiert serbische Stellungen
und Einrichtungen in und außerhalb des Kosovos. Inzwischen beginnen
serbische Sondereinheiten, den Kosovo mit industrieller Effizienz von der
Bevölkerungsmehrheit der Albaner zu säubern. Eine gewaltige Flüchtlingswelle
rollt auf Albanien zu und kann nur mit intensiver internationaler Hilfe
abgefangen werden. Die Albanienhilfe Weilheim e.V. beteiligt sich
überdurchschnittlich an diesen Hilfsaktionen. Auffallend ist jedoch besonders
der selbstlose Einsatz der albanischen Christen in dieser Situation. Im Juni
ist der Krieg vorbei. Die Flüchtlinge kehren wieder zurück in ihre zerstörte
und verminte Heimat. Mit ihnen etliche Albaner, die beim Wiederaufbau
des Kosovo mithelfen.
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